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Ablauf der Untersuchung im Schlaflabor

  • Während Ihres Schlafs, messen wir Gehirnströme, Augen- und Kinnbewegungen, den Sauerstoffgehalt im Blut, die Körperlage und Beinbewegungen, die Brust- und Bauchatmung sowie lungenspezifische Messungen und ein EKG (Elektrokardiogramm).

  • Das Helios Schlaflabor verfügt über eine moderne Funktechnik. Dadurch haben unsere Patientinnen und Patienten größtmögliche Bewegungsfreiheit und können auch während der Messung die Sanitärräume aufsuchen.

  • Die Untersuchung beginnt am späten Nachmittag und sie dauert bis zum Morgen des folge Tages.

  • Die Untersuchung ist selbstverständlich schmerzfrei.

  • Die Kosten für Untersuchungen im Schlaflabor werden von Krankenkassen und Zusatzversicherungen getragen, sofern dies in Ihrer Tarif enthalten ist. Eine vorherige Rücksprache mit der Zusatzversicherung wäre anzuraten.

Unser Team

Priv. Doz. Dr. Erasmia Müller-Thies-Broussalis, MSc
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Die häufigsten Krankheitsbilder

Insomnien (klassische Schlaflosigkeit)

Schlaf ist ein zentraler Baustein unserer körperlichen und mentalen Gesundheit. Viele Menschen leiden jedoch unter Insomnien – einer Form der Schlaflosigkeit, die sich durch Schwierigkeiten beim Einschlafen, häufiges nächtliches Aufwachen oder einen nicht erholsamen Schlaf auszeichnet. Wenn diese Beschwerden dauerhaft bestehen, beeinträchtigen sie Energie, Konzentration, Stimmung und Leistungsfähigkeit im Alltag.

In der EMCO Privatklinik widmen wir uns diesem sensiblen Thema mit besonderer Sorgfalt. Wir betrachten Schlaflosigkeit ganzheitlich: medizinische, psychische und lebensstilbezogene Faktoren, werden sorgfältig analysiert, um die Ursachen gezielt zu erkennen. Darauf aufbauend entwickeln wir individuelle Behandlungsstrategien – von moderner Diagnostik über medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapien bis hin zu umfassender Beratung zu Schlafhygiene und Stressmanagement.

Schlafbezogene Atmungsstörungen

Schlafbezogene Atmungsstörungen gehören zu den häufigsten Ursachen für nicht erholsamen Schlaf. Dabei kommt es während der Nacht zu Atempausen oder einer flachen, unzureichenden Atmung. Besonders bekannt ist die Schlafapnoe, bei der wiederholte Atemaussetzer zu Sauerstoffabfall und häufigem, oft unbemerktem Aufwachen führen. Die Folge: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Erschöpfung trotz vermeintlich ausreichender Schlafdauer.

Schnarchen mit/ohne Atempausen, Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS)

Beim OSAS kommt es im Schlaf zu wiederholten Verengungen oder Blockaden der oberen Atemwege. Dadurch entstehen Atemaussetzer, die den Schlaf kontinuierlich stören. Typische Folgen sind ausgeprägte Tagesmüdigkeit, Konzentrationsprobleme, morgendliche Kopfschmerzen, Reizbarkeit und ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Hypersomnien

Im Gegensatz zur Schlaflosigkeit stehen bei Hypersomnien eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit und ein gesteigertes Schlafbedürfnis im Vordergrund – selbst nach ausreichend langen Nächten. Betroffene fühlen sich dauerhaft erschöpft, schlafen tagsüber unvermittelt ein und haben Schwierigkeiten, aktiv und konzentriert zu bleiben.

Hypersomnien können verschiedene Ursachen haben – von organischen und neurologischen Faktoren bis hin zu psychischen Belastungen oder schlafbezogenen Atmungsstörungen wie Schlafapnoe. Auch seltene Erkrankungen wie Narkolepsie fallen in diesen Bereich. Umso wichtiger ist eine präzise Abklärung.

Circadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörung (Schichtarbeiter Syndrom, Jetlag)

Der menschliche Körper folgt einem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus, der zahlreiche biologische Prozesse steuert. Gerät dieser Rhythmus aus dem Gleichgewicht, entstehen circadiane Schlaf-Wach-Störungen. Besonders häufig treten diese Störungen bei Schichtarbeit oder nach Zeitzonenwechseln (Jetlag) auf.

Beim Schichtarbeiter-Syndrom müssen Betroffene entgegen ihren biologischen Uhren schlafen oder arbeiten. Die Folgen sind Ein- und Durchschlafprobleme, ständige Müdigkeit, verringerte Leistungsfähigkeit und ein erhöhtes Risiko für körperliche und psychische Belastungen. Auch Jetlag führt dazu, dass Schlaf- und Wachphasen nicht mehr mit dem inneren Rhythmus übereinstimmen – oft begleitet von Schlafstörungen, Erschöpfung und Konzentrationsproblemen.

Parasomnien (Schlafwandeln)

Parasomnien sind Schlafstörungen, bei denen im Übergang zwischen Schlaf und Wachheit ungewöhnliche Bewegungen, Handlungen oder Wahrnehmungen auftreten. Eine der bekanntesten Formen ist das Schlafwandeln, bei dem Betroffene nachts umhergehen, ohne vollständig wach zu sein und sich am nächsten Morgen oft nicht erinnern können. Weitere Parasomnien können nächtliche Angstzustände, Sprechen im Schlaf oder rhythmische Bewegungen sein.

Diese Ereignisse wirken für Angehörige häufig beunruhigend und können für die Betroffenen selbst ein Sicherheitsrisiko darstellen. Auch wenn Parasomnien meist harmlos sind, können Stress, Schlafmangel, neurologische Faktoren oder andere Schlafstörungen sie verstärken.

Schlafbezogene Bewegungsstörungen – Restless-Legs-Syndrom

Das Restless-Legs-Syndrom ist eine häufige Ursache für Schlafstörungen. Es äußert sich durch einen starken Bewegungsdrang der Beine, begleitet von unangenehmen Empfindungen wie Ziehen, Kribbeln oder innerer Unruhe. Diese Symptome treten vor allem in Ruhe und abends auf – genau dann, wenn sich Körper und Geist entspannen sollten. Für Betroffene bedeutet dies häufiges Aufstehen, Umhergehen und anhaltende Schlafstörungen.

RLS beeinträchtigt die Nachtruhe und führt zu Tagesmüdigkeit, Konzentrationsproblemen und einer deutlichen Minderung der Lebensqualität. Ursachen können genetische Faktoren, Eisenmangel, neurologische Veränderungen oder Begleiterkrankungen sein.

Die häufigsten Behandlungen

Schlafhygiene

Eine gute Schlafhygiene ist der wichtigste Grundstein jeder erfolgreichen Schlaftherapie. Sie umfasst einfache, aber wirksame Maßnahmen, die den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus unterstützen und die Schlafqualität nachhaltig verbessern. Dazu gehören regelmäßige Schlafenszeiten, ein ruhiges Schlafumfeld, der Verzicht auf stimulierende Substanzen am Abend sowie bewusste Entspannungsrituale.

In der EMCO Privatklinik zeigen wir unseren Patientinnen und Patienten, wie schon kleine Anpassungen im Alltag großen Einfluss auf das Ein- und Durchschlafen haben können. Unsere Expertinnen und Experten vermitteln konkrete, individuell abgestimmte Empfehlungen – für einen gesunden, stabilen und erholsamen Schlaf.

Atemmaske bei Schlafapnoe (OSAS)

Die CPAP-Therapie ist die wirksamste Behandlung des Obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms (OSAS). Eine Atemmaske hält die oberen Atemwege durch leichten Überdruck offen – Atemaussetzer werden verhindert, der Sauerstoffgehalt bleibt stabil und der Schlaf wird wieder erholsam.

Neurologische Abklärung

Viele Schlafstörungen, insbesonders Hypersomnien oder Parasomnien, können neurologische Ursachen haben. In der EMCO Privatklinik führen wir eine umfassende neurologische Diagnostik durch, um Störungen des Nervensystems oder des Schlaf-Wach-Rhythmus präzise zu erkennen.

Durch moderne Untersuchungen und ausführliche Gespräche entwickeln wir individuelle Therapiepläne mit dem Ziel, die Schlafqualität nachhaltig zu verbessern und die Leistungsfähigkeit am Tag wiederherzustellen.

Psychologische Betreuung

Stress, Angst oder emotionale Belastungen beeinflussen den Schlaf maßgeblich. In der EMCO Privatklinik bieten wir gezielte psychologische Betreuung, um die zugrunde liegenden Ursachen zu erkennen und zu behandeln.

Unsere Expertinnen und Experten unterstützen Sie mit bewährten Methoden wie kognitiver Verhaltenstherapie, Entspannungstechniken und Strategien zum Stressmanagement. Ziel ist es, Ängste abzubauen, Schlafroutinen zu stabilisieren und langfristig erholsamen Schlaf zu fördern.

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie ist ein bewährter Ansatz, zur nachhaltigen Behandlung von Schlafproblemen. Sie hilft, ungünstige Schlafgewohnheiten und Denkmuster zu erkennen und durch gesunde Routinen zu ersetzen.

  • Unser Ziel im Schlaflabor der EMCO Privatklinik ist es, Schlafstörungen nicht nur zu messen, sondern zu verstehen. Jede Analyse bringt uns einen großen Schritt näher zu einer gezielten und wirksamen Behandlung – für mehr Lebensqualität und erholsame Nächte.
    Priv. Doz. Dr. Erasmia Müller-Thies-Broussalis, MSc, Leitung Neurologie & Radiologie
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