Diagnostik
Zu Beginn erfolgt ein ausführliches exploratives Gespräch, gefolgt von einer gründlichen körperlichen, neurologischen, psychiatrischen und klinisch-psychologischen Untersuchung. Auf dieser Basis planen wir mit Ihnen gemeinsam die weiteren diagnostischen Schritte, die für die Besserung und Stabilisierung Ihrer Gesundheit notwendig sind. Der EMCO Privatklinik stehen dafür zahlreiche moderne Untersuchungsverfahren zur Verfügung:
Bildgebende Untersuchungen wie zum Beispiel Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Ultraschall
Neurophysiologische Untersuchungen wie zum Beispiel EEG, Messung der Nervenleitgeschwindigkeit, Elektromyographie
Laboruntersuchungen inklusive spezieller Analysen und Liquordiagnostik (Untersuchung des Gehirnwassers)
Schlafmedizinische Diagnostik im Schlaflabor der Emco Privatklinik
Neuropsychologische Testung mit mehrfachen Analyseverfahren
Klinisch-psychologische Diagnostik anhand von Anamnesegespräch, standardisierten Interviews, Fragebögen und Testverfahren
Unser Team
Unser multidisziplinäres Team arbeitet eng zusammen, um körperliche und seelische Gesundheit ganzheitlich zu erfassen und eine bestmögliche Diagnostik und Therapie zu ermöglichen.
Die häufigsten Krankheitsbilder
Schmerzerkrankungen und Kopfschmerzformen
Migräne – wiederkehrende, oft einseitige Kopfschmerzen, begleitet von Übelkeit sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit
Spannungskopfschmerz – dumpfer, drückender Schmerz, häufig ausgelöst durch Stress oder Muskelverspannungen
Clusterkopfschmerz – extrem starke, anfallsartige Schmerzen, meist hinter einem Auge lokalisiert
Neuralgien (z. B. Trigeminusneuralgie, Okzipitalneuralgie) – blitzartig einschießende Schmerzen im Gesichts- oder Nackenbereich
Schmerzen der Wirbelsäule
Bewegungsstörungen
Morbus Parkinson und Parkinson-Syndrome – Verlangsamung der Bewegungen, Muskelsteifigkeit, Zittern und Gangunsicherheit
Essentieller Tremor – häufige, meist harmlose Form des Zitterns, die im Alltag jedoch stark beeinträchtigen kann
Dystonien – unwillkürliche Muskelverkrampfungen, die zu Fehlhaltungen oder verdrehten Bewegungen führen
Post-Covid-Syndrom
Das Post-COVID-Syndrom kann sich sehr vielfältig äußern. Häufige neurologische und neurokognitive Symptome sind:
Konzentrations- und Gedächtnisstörungen („Brain Fog“)
Chronische Erschöpfung (Fatigue)
Kopfschmerzen, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
Geruchs- und Geschmacksverlust
Schlafstörungen und depressive Verstimmungen
Muskel- und Nervenschmerzen
Verminderte Belastbarkeit und verzögerte Erholung nach Aktivität
Epilepsie Erkrankungen
Je nach Art der Epilepsieerkrankung können epileptische Anfälle unterschiedlich aussehen mit z. B. einhergehenden Krampfanfällen (Zucken bzw. versteifen des Körpers), Bewusstseinsverlust, Abwesenheitsanfälle, ungewöhnliche Bewegungen oder Wahrnehmungen.
Hierbei unterteilt man grob unterteilt fokale Epilepsien, komplex fokale sowie generalisierte Epilepsien
Schlaferkrankungen / Schlafstörungen
Zu den Schlaferkrankungen /Schlafstörungen zählen:
Insomnie (Schlaflosigkeit) mit Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen bzw. verbunden mit einem frühen Erwachen.
Schlafapnoe welche mit Atemaussetzern während des Schlafes, Tagesmüdigkeit, aber auch unter Umständen mit starkem Schnarchen einhergehen kann.
Restless legs Syndrom, welches ein unangenehmes Gefühl mit Ziehen oder Kribbeln in den Beinen verursacht, einhergehend mit einem vermehrten Bewegungsdrang vorwiegend abends bzw. während des Schlafes sodass das Einschlafen aber auch das Durchschlafen gestört ist.
Parasomnien (Verhaltensauffälligkeiten im Schlaf) hierzu zählt z. B. Schlafwandeln, Albträume, Nachtschreck
Schlaganfall Erkrankungen
Ein Schlaganfall führt zu einer Durchblutungsstörung von Gehirnarealen. Es kann zu neurologischen Ausfällen kommen wie z. B. Lähmungen von Gesicht, Armen oder Beinen, Gefühlsminderungen bzw. Gefühlsstörungen von Gesicht, Armen oder Beinen (Sensibilitätsstörungen) aber auch zu Sprachstörungen, Sprechstörungen bzw. Symptome von Schwindel kommen. Diese Symptome können sehr kurz, nur einige Minuten aber auch länger anhalten. Es gibt unterschiedliche Ursachen für Schlaganfallerkrankungen. Wir befassen uns hier auf der EMCO Klinik mit Schlaganfallvorsorgeuntersuchungen. Jedoch wird auch ein großer Wert auf die Schlaganfallnachsorge gelegt.
Erkrankungen der gehirnversorgenden Gefäße
Zu Erkrankungen der gehirnversorgenden Gefäße können z. B. zählen
Arteriosklerose (Ablagerungen der Gefäße)
Aneurysmen (Ausbuchtung/Aufweiten eines Gefäßes)
Gefäßentzündungen (Vaskulitiden)
Burnout
ME/CFS, Long COVID Syndrom
ME/CFS ist eine chronische, oft schwere Erkrankung, deren Hauptmerkmal eine extreme Belastungsintoleranz ist. Typisch ist:
Post-Exertional Malaise (PEM): deutliche Verschlechterung nach körperlicher oder mentaler Anstrengung (oft verzögert)
Tiefe, nicht erholsame Erschöpfung
Schlafstörungen
Kognitive Probleme („Brain Fog“)
Schmerzen, Kreislaufprobleme
Long COVID bezeichnet anhaltende Beschwerden nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 (dem Coronavirus), meist länger als 4–12 Wochen. Häufige Symptome:
Müdigkeit / Erschöpfung
Atemprobleme
Konzentrationsstörungen, Gedächtnisstörungen („Brain Fog“)
Herz-Kreislauf-Beschwerden
Geruchs- und Geschmacksverlust
Muskel- und Nervenschmerzen
Schlafstörungen und depressive Verstimmungen
Verminderte Belastbarkeit und verzögerte Erholung nach Aktivitäten
Chronische Erschöpfung
Die häufigsten Behandlungen
Neurologische und psychopharmakologische Behandlung
Die neuropsychiatrische Therapie konzentriert sich auf die Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems wie z.B. Gehirn, Rückenmark, Nerven und Muskeln sowie psychische Störungen. Unser neuropsychiatrischer Behandlungsschwerpunkt umfasst diemedikamentöse Therapie zur Linderung oder Stabilisierung neurologischer und psychiatrischer Symptome. Körperliche und seelische Beschwerden werden dabei ganzheitlich behandelt.
Klinisch-psychologische und psychotherapeutische Behandlung
In der klinisch-psychologischen Einzeltherapie steht der Mensch mit seiner persönlichen Geschichte im Mittelpunkt. Wir unterstützen, körperliche und seelische Belastungen besser zu verstehen und zu bewältigen. Dabei wird an einem tieferen Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Körper und Geist gearbeitet. Mit verschiedenen Ansätzen werden emotionale Entlastung, Ressourcenaktivierung, individuelles Krankheitsverständnis gefördert. Durch Psychoedukation wird fundiertes Wissen über die Erkrankung, deren Ursachen, Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten vermittelt.
Stoßwellentherapie - Transkranielle Pulsstimulation
Die Transkranielle Pulsstimulation (kurz TPS-Therapie genannt) ist eine neue, nicht-invasive Behandlungsmethode auf Stoßwellen-Basis. Diese Technik nutzt Schallpulse, um hochpräzise wichtige Gehirnregionen zu aktivieren. Anhand wissenschaftlicher Studien konnten positive Effekte bei PatientInnen mit Alzheimer-Demenz, Depression, Parkinson und Post Covid Syndrom gezeigt werden.
Achtsamkeit und Entspannungstherapie
Durch achtsamkeitsbasierte Methoden wird die bewusste Wahrnehmung in der Gegenwart geschult. Geführte Entspannungsübungen unterstützen, innere Ruhe zu finden, Stress abzubauen und die seelische Balance zu stärken.
Kunst- und Gestaltungstherapie
In der Kunst- und Gestaltungstherapie können innere Erlebnisse und Emotionen nonverbal ausgedrückt werden. Nicht das fertige „Kunstwerk“ ist von Bedeutung, sondern viel eher der Prozess des Malens und Gestaltens. Das Erleben beim Malen, das Ausprobieren von Neuem, das Darstellen von Gefühlen, kann ein wertvoller Schritt in Richtung Gesundheit sein.
Physio- und Bewegungstherapie
In der Physiotherapie der EMCO Privatklinik wird eine Kombination aus gezielten Bewegungsübungen, manuellen Techniken wie beispielsweise Massagen, und physikalischen Anwendungen (z.B. Wärme-, Kälte-, Elektrotherapie) angewendet.
Für unsere Patient*innen wird während des stationären Aufenthaltes ein individuell angepasstes Therapieprogramm erstellt, um Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu fördern, Muskulatur zu stärken und die Körperwahrnehmung zu verbessern.
Die Arbeit mit dem Körper wird genutzt, um neurologische Funktionen, emotionale Ausgeglichenheit und Selbstwahrnehmung zu fördern.
Biofeedback Therapie
Bei der Biofeedback-Therapie werden physiologische Körperfunktionen, die normalerweise unbewusst ablaufen – wie Herzfrequenz, Muskelspannung, Atmung oder Hautleitwert – durch moderne Messgeräte sichtbar gemacht. PatientInnen lernen, diese Vorgänge aktiv zu beeinflussen und so Stress, Anspannung oder Schmerzen gezielt zu regulieren.
Kognitives Training
Durch gezielte Übungen werden kognitive Funktionen wie Aufmerksamkeit oder Gedächtnis gestärkt. Kognitive Aktivierung soll die geistige Flexibilität im Alltag fördern.