Femurkopf-Spende: Sicherheit und Qualität

Einer der häufigsten orthopädischen Eingriffe sind Hüftoperationen, bei denen der Femurkopf durch ein Implantat ersetzt wird. Meist wird der Femurkopf im Anschluss entsorgt. Doch dieser Knochen kann in den meisten Fällen weiterverwendet werden. 

Femurkopf-Entnahme und Verwendung
Der Femurkopf, auch Hüftkopf genannt, ist das obere Ende des Oberschenkelknochens (medizinisch Os femoris oder Femur). Dieser Kopf bildet gemeinsam mit dem Beckenknochen das Hüftgelenk. Meist wird der Femurkopf im Anschluss entsorgt. Doch dieser Knochen kann in den meisten Fällen weiterverwendet werden.

Diese 200.000 Femurköpfe sind wertvolles Knochenmaterial, mit denen eine Vielzahl an Patient*innen mit Bedarf an Knochentransplantaten versorgt werden kann. Allogene Knochentransplantate erleichtern die Rekonstruktion von Knochendefekten. So können beispielweise bei Patient*innen mit Trümmerverletzungen die Knochen mit diesem Spendermaterial aufgefüllt werden. Die Vorteile davon sind zum einen seine Natürlichkeit. Vorhandenes Material wird sozusagen recycliert und einem neuen Zweck zugeführt. Zum anderen verfügen diese Transplantate über ein hohes Regenerationspotenzial. Die natürliche Knochenstruktur bleibt dabei erhalten. „Das Spenden von Hüftköpfen an eine gemeinnützige Stiftung, wie die C+TBA, ist ein Akt der Solidarität: Die Knochen-Transplantate werden österreichweit bedürftigen Menschen implantiert. Diese verhelfen den Empfänger*innen zu einer schnellen Regeneration“, erklärt Orthopäde Dr. Tarek Sununu. Er und Dr. Wolfram Pawelka sind Teil des Orthopädie-Teams der EMCO Privatklinik und Experten für Femurkopfspenden.

Sicherheit für Empfänger*innen
Gewebespenden erfordern immer umfangreiche Kontrollen und Maßnahmen. Die Cells + Tissuebank Austria (C+TBA) ist eine gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die Versorgung von Patient*innen mit menschlichem Gewebe höchster Qualität und Sicherheit zu gewährleisten. Die C+TBA bildet die Brücke zwischen Spender*innen, Mediziner*innen und Empfänger*innen. Sie kümmert sich um die Spendensammlung, Reinigung und anschließende Verteilung von Gewebespenden. 

Krankenhäuser, die Gewebe zur weiteren Aufbereitung und Nutzungen spenden wollen, müssen eine Vielzahl an gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen. Die C+TBA stellt dazu die notwendigen Unterlagen und Materialien zur Verfügung und unterstützt bei Behördenbesuchen. In Europa gibt es besonders hohe Sicherheitsstandards für Gewebespenden. Eine gründliche Anamnese und die ausdrückliche Zustimmung der Spender*innen sind Grundvoraussetzungen für das weitere Vorgehen.

Femurkopf-Spende in der EMCO Privatklinik
Jedes Jahr wird im deutschsprachigen Raum eine Vielzahl an Hüftgelenken ersetzt. Meist geschieht dies in Folge einer Hüftarthrose, also der natürlichen Abnutzung des Gelenks im Laufe des Lebens. Während einer Hüftgelenk-Operation wird Patient*innen der Femurkopf entnommen und durch ein künstliches Gelenk ersetzt. Danach werden der Femurkopf, Blutproben und die Formulare zur Spende an die Gewebebank der C+TBA übermittelt. Dabei verbleiben alle personenbezogenen Daten in einer Spenderakte in der Klinik. In der C+TBA werden die Dokumente gesichtet und die Blutproben im Labor untersucht, um Sicherheit und Qualität der Spende zu gewährleisten. Im Anschluss wird der Knochen weiterverarbeitet. 

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Fotocredit: EMCO Privatklinik

Videocredit: Cells + Tissuebank Austria gemeinnützige GmbH

EMCO Privatklinik